Friedrich-Koenig-Gymnasium

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Blickpunkte

Aktuelles aus dem Schulleben

Europa ins Spiel gebracht

Was tun, wenn sich Tausende von Flüchtlingen auf den Weg in die Europäische Union machen? Können die EU-Politiker zu einer gemeinsamen Lösung kommen oder hat jedes Land nur seine eigenen Interessen im Blick? Und wenn dann eine Strategie gefunden ist, wie sehen die Maßnahmen aus?

Diese und viele weitere Fragen haben wir, die Klasse 10d, uns im voraus gestellt und sollten es auch schon bald beim Planspiel Europa, im Rahmen des Sozialkunde Unterrichts, herausfinden.

Am Dienstag, den 12.06.2018, war es dann soweit und Frau Morcos von der Europäischen Akademie Bayern kam in unsere Klasse, um zusammen mit uns das Planspiel durchzuführen.

Nach einer kurzen Einführungspräsentation wurden zehn EU-Länder auf einzelne SchülerInnen aufgeteilt – 28 wären zuviel gewesen - und jeder bekam erst einmal allgemeine Informationen und Informationen zum Standpunkt des eigenen Landes zur Flüchtlingssituation. Zuerst sollte über die Strategie Italiens, welches die Sitzung des EU-Ministerrates einberufen hatte, debattiert werden und eine einstimmige Abstimmung musste stattfinden, um diesen Plan durchzuführen, um in die Maßnahmen-Planung gehen zu können. Doch allein das war kein leichtes Unterfangen, denn einige Länder hatten ihren ganz eigenen Vorstellungen und wollten sich zunächst nicht anpassen. Nachdem die Strategie nach einer kleinen Änderung dann verabschiedet wurde, gingen wir über zur Maßnahmen-Planung. Und hier flogen dann die Fetzen, keine für alle annehmbare Lösung konnte gefunden werden, für die sich eine Mehrheit gefunden hätte.

So endete unser Sitzungstag ohne eine beschlossene Maßnahme, sehr zur Unzufriedenheit von Vertretern mancher Länder.

Ich denke, ich spreche im Namen aller, dass dieser Tag uns zeigte, wie schwer es ist, zu einer zufriedenstellenden Lösung für alle Länder zu kommen und wie langwierig und nervenaufreibend so etwas sein kann. Es kann nicht immer jeder seinen Willen bekommen und man muss zum Wohle der Gemeinschaft, zum Wohle Europas, manchmal kompromissbereit sein.

Elisabeth Schlagmüller, 10d
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