Friedrich-Koenig-Gymnasium

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Aktuelles aus dem Schulleben

Mondfinsternis an der Hans-Haffner-Sternwarte

Am Abend des 27. Juli 2018, des letzten Schultags vor den Sommerferien war die als Jahrhundertereignis in der Presse angekündigte totale Mondfinsternis. Selbstverständlich waren zu diesem besonderen astronomischen Ereignis auch wieder Schwerpunktschüler an der Hans-Haffner-Sternwarte. Dazu gesellten sich zahlreiche weitere Besucher: viele ehemalige FKG-Schüler und deren Eltern, Freunde, Bekannte, Familienmitglieder sowie zahlreiche weitere astronomisch Interessierte, über den Abend verteilt insgesamt etwa 150 Personen.

Totale Monfinsternisse sind viel häufiger als Sonnenfinsternisse. So war die letzte bei uns sichtbare Mondfinsternis am 28. September 2015 und die nächste wird schon am 21. Januar 2019 sein. Besonders an der aktuellen totalen Mondfinsternis war die außergewöhnlich lange Dauer von gut zwei Stunden und die besondere Stellung des Planeten Mars, der am Himmel in Mondnähe stand und besonders dicht an der Erde war.

Angenehm war sicher auch, dass die Phase der totalen Finsternis in einer lauen Sommernacht zwischen 21:30 Uhr und 23:13 Uhr lag. Bei der letzten totalen Mondfinsternis 2015 war die Phase der totalen Beschattung von 4:11 Uhr bis 5:23 Uhr und es war eine bitterkalte Herbstnacht.

Mondfinsternisse kommen zustande, wenn sich die Erde zwischen den Mond und die ihn beleuchtenden Sonne schiebt und so der Schatten der Erde auf den Mond fällt. Wenn dabei Sonne, Erde und Mond wie am 27. Juli 2018 wirklich auf einer Geraden liegen, kommt es zu einer totalen Mondfinsternis und der Schatten der Erde verdunkelt den Mond komplett. Ganz dunkel wird der Mond dabei jedoch nicht, weil die Erdatmosphäre einen Teil des Sonnenlichts auf den Mond lenkt. Dieses Licht ist außerdem rot, was in früheren Jahrhunderten als unheilvoll empfunden wurde. Die Färbung kommt daher, dass das langwellige rote Licht die Erdatmosphäre leichter durchdringen kann als das kürzerwellige grüne und blaue Licht. Dieses wird nämlich in der Erdatmosphäre stärker gestreut, so dass davon viel weniger auf den Mond fällt. Somit überwiegt dann der rote Anteil viel stärker und der verfinsterte Mond erscheint rot, weshalb auch vom Blutmond gesprochen wird.

Ab 20 Uhr waren die FKG-Schüler aktiv und bauten Teleskope auf dem Vorplatz der Sternwarte auf, bestückten ein Stativ mit unserer Spiegelreflexkamera und stellten Festgarnituren für die Besucher auf. Auch die ersten Fotografen kamen dazu um ihre Stative und Kameras aufzubauen und ihre Ausstattung rechtzeitig zu überprüfen. Ab 21 Uhr kamen immer mehr Besucher an, denn der dann schon verfinsterte Mond sollte an der Sternwarte gegen 21:15 Uhr aufgehen. Aber auch um 21:30 Uhr war noch nichts vom Mond zu sehen, so dass sich etwas Unruhe breitmachte, die noch etwas stärker wurde als auch um 21:45 Uhr noch nichts vom „Blutmond“ zu sehen war. Um die Ungeduld der Besucher etwas einzudämmen, wurden an den verschiedenen Teleskope die an diesem Abend sichtbaren Planeten Venus, Jupiter, Saturn und Mars (von Westen nach Süden gesehen) angepeilt und konnten in ihrer Pracht bestaunt werden.

Endlich kurz vor 22 Uhr tauchte der rote Mond ganz schwach und schon über 20° über dem Horizont befindlich langsam aus dem Dunst auf und zog alle Anwesenden in seinen Bann. Für alle Anwesenden war es eine ganz besondere, laue Sommernacht und die letzten gingen erst gegen 1:30 Uhr.

Demnächst werden auf der Internetseite des Schülerlabors Bilder von der Mondfinsternis veröffentlicht.

Christian Lorey, Martin Feige
Mond und Mars über Kist
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