Friedrich-Koenig-Gymnasium

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Exkursion zum Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik

Am 12.2.2019 durfte unser W-Seminar "Die wunderbare Welt der Insekten" zum zweiten Mal das Biozentrum der Universität Würzburg besuchen. Unser Ziel war dieses Mal der Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik, um dort einen Einblick in die Arbeit der Profi-Forscher erhalten zu können. Dort lernten wir Frau Prof. Förster und ihre Forschung kennen, die sich hauptsächlich mit der Funktionsweise von inneren Uhren befasst.

In einer kurzen Einleitung erklärte uns die Professorin ihren Berufsweg. Nach ihrem Biologiestudium arbeitete sie zunächst in der Pflanzenphysiologie, um sich nach einigen Jahren auf das Themengebiet der inneren Uhr zu spezialisieren.

Die innere Uhr ist vereinfacht gesagt ein System, welches in Lebewesen den Tag-Nacht-Rhythmus vorgibt.

Frau Prof. Förster entschied sich dafür, die innere Uhr an der Taufliege Drosophila melanogaster zu untersuchen, da das genetische Arbeiten mit dieser Fliegenart viel einfacher ist als mit Säugetieren.

Durch mutante Fliegen kennt man drei Fälle mit einer gestörten inneren Uhr:

  1. Die innere Uhr ist zu schnell, d.h. die Fliege hat anstatt eines 24-Stunden-Tags nur einen 19-Stunden-Tag.
  2. Die innere Uhr ist zu langsam, d.h. die Fliege hat anstatt eines 24-Stunden-Tags einen 28-Stunden-Tag.
  3. Es gibt keine innere Uhr, d.h. die Fliege hat keinen richtigen Tag-Nacht Rhythmus.

Dass es diese drei Fälle gibt, liegt daran, dass es im Genom der Fruchtliege zu jeweils einer Punktmutation (eine DNA-Base ist ausgetauscht) in einem wichtigen Kontroll-Gen kam. Mit diesen Erkenntnissen konnte man auch die inneren Uhr des Menschen besser verstehen.

Nach diesem Vortrag führte uns die Professorin noch durch einige Laborräume und erklärte uns z. B. die Arbeit mit dem Konfokal-Mikroskop.

Nach der Führung zeigte uns ihre Mitarbeiterin, Frau Clemens-Richter, die Fliegenhaltung. Mit ihr schauten wir genetisch veränderte Fruchtfliegen unter dem Binokular an. Da die Tiere noch lebten, mussten wir sie dauerhaft mit CO2 betäuben, was das Beobachten der Fliegen enorm erleichterte.

Abschließend danken wir sehr herzlich Frau Prof. Förster und Frau Clemens-Richter für diese sehr interessante und sehr gut gelungene Exkursion, wie auch die positiven Rückmeldungen der teilnehmenden Schüler bestätigten.

Akbar Korodowou (Q11)
Frau Prof. Förster stellt ihre Forschungsarbeiten vor
Im Fliegenlabor
Am konfokalen Mikroskop werden angefärbte Nervenzellen sichtbar
Fliegenmutanten werden untersucht
Fliegenmutanten werden untersucht
Fliegenmutanten werden untersucht
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