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Der Welle-Teilchen-Dualismus

Keines der anschaulichen Modelle "Welle" bzw. "Teilchen" beschreibt das wirkliche Verhalten von Licht bzw. Elektronen oder anderen Teilchen. Es gibt kein umfassendes anschauliches Modell.

Allerdings: Die Quantenmechanik stellt eine einheitliche, umfassende mathematische Theorie für die Physik der Mikroteilchen dar.

Die Quantenmechanik beschreibt das Verhalten eines Teilchens in einer gegebenen Versuchsanordnung durch eine Wellenfunktion . Sie hat keine anschauliche Bedeutung. Anschauliche Bedeutung kommt lediglich ihrem Amplitudenquadrat  zu. Es ist ein Maß für die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des zugehörigen Teilchens am Ort x.

ist die Lösung der sogenannten Schrödingergleichung. Eine einfache, eindimensionale Form der Schrödingergleichung lautet:

V(x) steht für das Potential der Versuchsanordnung, E für die Gesamtenergie.

Die Quantenmechanik liefert grundsätzlich nur Wahrscheinlichkeitsaussagen über den Ort eines Teilchens. Über das Verhalten eines einzelnen Teilchens können keine Aussagen gemacht werden. Der Begriff "Bahn" eines Teilchens verliert seinen Sinn.

Ebenso verliert der Begriff des Determinismus seinen Sinn. Die Wahrscheinlichkeitsaussagen der Quantenmechanik können erst am Verhalten vieler Teilchen experimentell überprüft werden.

Dies ist kein Fehler und keine Unvollkommenheit der Theorie, wie sogar Albert Einstein vermutete, sondern grundsätzlich so. Im Mikrokosmos gibt es keine Grundlage für eine kausale Beschreibung der Natur.

Das entscheidende Argument liefert die Heisenbergsche Unschärferelation:

Es ist grundsätzlich unmöglich, Ort und Impuls eines Teilchens gleichzeitig genau zu bestimmen. Bei gleichzeitiger Bestimmung von Ort x und Impuls px muß eine Unschärfe in Kauf genommen werden:


 


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