Mit Mathe die Zukunft vorhersagen
Besuch unserer Abiturienten bei der prognostica GmbH
v.l.n.r.. Arne Müller (General Manager), Dr. Thomas Christ (Chief Data Scientist & Lead of Consulting), Martin Feige, Mark Schippel, Andrea Betz (alle drei FKG), Lena Gutjahr-Lengsfeld (Lead of Software), Sebastian Heer, Len Brönner, Linus Bertsch (alle drei FKG), Jan Waller (Data Scientist); Foto: Sebastian Hammer (Data Science Assistant)
- Wie kann man Felder mit Hilfe von Satellitenbildern möglichst sparsam düngen und bewässern?
- Wie überwacht man, ob riesige Fertigungsanlagen reibungslos funktionieren?
- Wie plant man die Herstellung von Produkten so, dass möglichst wenig Rohstoffe und Lagerraum verbraucht werden?
- Wie sortiert man Haselnüsse nach der Ernte möglichst zeitsparend nach Größe und Qualität?
- Und wie kann man möglichst gut vorhersagen, an welchen Tagen besonders viele Menschen am Würzburger Röntgenring vorbeiradeln?
All diesen Fragen auf die Spur zu kommen, war das Thema einer Exkursion, bei der vier unserer besonders interessierten Abiturienten zusammen mit Herrn Feige und Frau Betz die prognostica GmbH in Würzburg besuchten. Dabei handelt es sich um ein Würzburger Beratungsunternehmen, das auf die Bereiche Data Science, KI und Forecasting spezialisiert ist. Es unterstützt Kundinnen und Kunden aus ganz unterschiedlichen Branchen – zum Beispiel Maschinenbau oder Green-Farming – dabei, Lieferketten zu verbessern, Lager effizienter zu organisieren oder Produktionsanlagen zu optimieren. Einfach gesagt: Hier werden mit vielfältigen mathematischen Methoden Massen von Zahlen verarbeitet, um reale Probleme zu lösen.
Empfangen wurden wir in den modernen Büroräumen von Lena Gutjahr-Lengsfeld, die den Softwarebereich leitet, und Jan Waller, einem Data Scientist, der tatsächlich selbst sein Abi am FKG gemacht hat und davor ein Schüler unserer naturwissenschaftlichen Schwerpunktklasse war. Die beiden erklärten uns anschaulich, wie komplexe betriebliche Fragestellungen mit mathematischen Modellen, Programmierung und kluger Datenanalyse gelöst werden. Besonders spannend war, dass wir bei kleineren Aufgaben selbst mitdenken und mitknobeln durften. Dabei wurde deutlich: Wirtschaft, Informatik und vor allem Mathe sind keineswegs nur trockene Theorie, sondern Grundlage für kreative Lösungen unterschiedlichster Herausforderungen in Wirtschaft und Industrie.
Natürlich kamen wir auch auf das Thema „KI“ zu sprechen. Da zeigte sich deutlich, dass es damit bei den Vollprofis eigentlich genauso ist wie in der Schule: KI ist auch für Data Scientists ein wichtiges und mächtiges Werkzeug – sie ersetzt jedoch keine Fachleute. Entscheidend ist, dass gut ausgebildete Expert*innen die Systeme verstehen, sinnvoll einsetzen und kritisch hinterfragen.
Schließlich beantworteten Lena, Jan und andere Mitarbeitende ausführlich Fragen zu ihren eigenen Studienfächern, ihrem Berufseinstieg und ihrem Arbeitsalltag. Dadurch erhielten unsere Schüler nicht nur Einblicke in die Entwicklung einer Firma vom kleinen Start-up zu einem längst etablierten, regional und international vernetzten Player, sondern auch wertvolle Anregungen für ihre eigene Studien- und Berufswahl.
Insgesamt erlebten wir an diesem Nachmittag, wie die Unterrichtsinhalte aus Informatik, Wirtschaft und vor allem Mathe „in real life“ angewendet und weiterentwickelt werden – und dann zu einem kreativen, lebendigen und erfüllenden Berufsleben führen können. Für die Möglichkeit dieser Erfahrung danken wir der prognostica sehr herzlich und hoffen, dass das nicht die letzte Kooperation mit dem FKG war!
Übrigens beeindruckten die Abiturienten das prognostica-Team sehr damit, dass sie auch nach über zwei Stunden immer noch hoch konzentriert bei der Sache waren und auch noch etliche kluge Fragen gestellt haben – und das bei einem freiwilligen Event am Freitagnachmittag, im Fasching, vor den Ferien, mitten in der Abivorbereitung… Hut ab, Jungs!
Andrea Betz
Andrea Betz
27.02.2026




















