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Dialektforscherin besucht die 9b

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Am Dienstag, den 19.02.19, hatten wir im Deutschunterricht eine Dialektforscherin der Universität Würzburg zu Besuch, die uns interessante Dinge über Dialekte in Deutschland und explizit in Bayern und Unterfranken erzählt hat. Es war spannend zu erfahren, dass Deutschland sprachlich in drei Teile geteilt ist, nämlich in den oberdeutschen, den mitteldeutschen und den niederdeutschen Teil. Unterfranken mit Würzburg liegt im mitteldeutschen Sprachraum, wobei durch den Spessart eine Trennlinie verläuft, die sogenannte "Appel-Apfel-Linie". Die drei großen Sprachräume unterscheiden sich bei ihren Dialekten in der Schreibweise und Aussprache von Wörtern aufgrund der Lautverschiebung, die im Mittelalter stattgefunden hat, zum Teil erheblich. So haben sich die Buchstaben "p" zu "pf", "t" zu "s/z" und "k" zu "ch" verschoben. Wenn man zum Beispiel im Oberdeutschen und Mitteldeutschen "Wasser" sagt, spricht man es im Niederdeutschen "Water" aus. Außerdem gibt es regional verschiedene Bezeichnungen für bestimmte Alltagsbegriffe. So sagt man in Franken zum Beispiel zum Brötchen "Weck" und in Berlin "Schrippe".
Um die verschiedenen Dialekte zu erforschen und den unterfränkischen Dialektatlas zu erstellen, wurden in verschiedenen Orten in ganz Unterfranken ausgewählten Personen jeweils 3000 Fragen gestellt. Die befragten Personen mussten über 65 Jahre alte Gewährspersonen sein, deren Familie seit drei Generationen in diesem Ort wohnte.
Am Ende des Vortrags führte die Forscherin ein Quiz mit uns durch, bei dem wir Bedeutungen von Wörtern im Dialekt herausfinden mussten. "Abern" oder auch "Grundbirne" heißen in Unterfranken je nach Ort beispielsweise die Kartoffeln.
Insgesamt war es sehr interessant Neues über die verschiedenen Dialekte in unserer Heimatregion zu erfahren und so das Wissen zu bewahren, damit Dialekte nicht ganz in Vergessenheit geraten.
Franziska Hienz (9b)

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